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Wenn Zecken uns den Spaß im Freien verderben!

Zecken Alarm ab dem Frühjahr

Kaum das die liebe Sonne lacht und es wieder wärmer wird, zieht es die Meisten von uns ganz automatisch ins Freie. Yeah!

Endlich das schöne Wetter genießen. Mit den Jungs über den Bolzplatz fegen, die Spielplätze unsicher machen, Fahrradtouren durch Wald, Wiesen und Felder machen und auch die Picknickdecke liegt bereit und warte auf ihren ersten Einsatz.

So weit, so herrlich. Doch alle Jahre wieder kommen etwa zur gleichen Zeit viele Meldungen in den Medien, dass der Spaß im Freien ab dem Frühjahr mit Vorsicht zu genießen ist. 
Spaßbremse und Spielverderber in einem ist ein kleiner, unscheinbarer Blutsauger, die Zecke.

Aber kann uns so ein winziges Krabbeltier wirklich die Freude im Freien nehmen und ist ein unbeschwerter Aufenthalt in der Natur nicht mehr möglich?
Müssen wir permanent Angst haben und hinter jedem Grashalm die große Gefahr fürchten? 
Mit wem haben wir es denn hier ganz genau zu tun und was gibt es ggf. wissenswertes über die fiesen Krabbeltierchen zu erfahren?

Da wir schon länger in unserem Onlineshop eine sogenannte Zeckenkarte (nützliches Utensil für daheim und unterwegs) anbieten, mit der die kleinen Biester leicht und effektiv entfernt werden können, haben wir uns mal etwas genauer mit der Zecken-Thematik beschäftigt und möchten hier und heute etwas genauer darauf eingehen.

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Was sind Zecken und wie sehen die Krabbler aus?

Es ist ihnen eigentlich anzusehen, dass sie zu den Spinnentieren gehören. Ich selbst habe schon des Öfteren gedacht: „Iiiih eine Spinne!“
Beim genaueren Hinschauen hieß es dann: „Oh mein Gott, es ist eine Zecke!“

Wer Lust und Muße hat genauer hinzusehen, der kann bei ausgewachsenen Exemplaren deutlich acht Beine erkennen. Jüngere Zecken haben nur sechs Beine. Nimmt man es ganz gewissenhaft, so gehören sie zur Gruppe der Milben. Da die Zecke ein Parasit ist, braucht sie immer einen Wirt (Menschen und Tiere), von dessen Blut sie sich ernährt. Mit jeder Blutmahlzeit entwickelt sich eine Zeckenlarve zur Nymphe und dann zur erwachsenen Zecke.

  • Larve (weiß, bis zu 0,5 mm groß)
  • Nymphe (weiß bis durchsichtig, ca. 1-2,5 mm groß)
  • Erwachsene Zecke: (dunkles oder rot-bräunliches Schild, ca. 2,5-4,5 mm groß)

Hier in Deutschland krabbelt uns am häufigsten die Schildzecke über den Weg. 

Wo leben Zecken?

Zecken lieben es vor allem feucht und warm. Wir finden sie praktisch überall da, wo es hohes Gras, krautigen Boden oder Buschwerk gibt. Vorzugsweise halten sie sich an Wald- und Wegrändern, an Lichtungen, an Bächen oder im dichten Unterholz auf. Selbst der heimische Garten sowie Stadtparks sind vor den kleinen Krabbeltieren nicht sicher.

Die lästigen Spinnentierchen bewegen sich am Boden und können im hohen Gras bis max. 1,50 m hoch krabbeln. Unter Umständen warten sie sogar mehrere Wochen auf ihren nächsten Wirt.

Den Winter verbringen sie in Laubstreu oder in Mäuselöchern und fallen in eine Winterstarre. So sind sie bestens vor Schnee und Kälte geschützt und überstehen selbst lang anhaltende Kälteperioden. 
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Wann sind Zecken aktiv?

Sobald die Temperaturen mehre Tage hintereinander über 7°C steigen, fallen die kleinen Biester aus ihrer Winterstarre und werden aktiv. Sie haben dann nur eines im Sinn, ihre nächste Mahlzeit zu ergattern. Und so begeben sie sich sofort auf die Suche nach ihrem nächsten potentiellen Opfer.

Regulär beginnt die Zeckenzeit in Deutschland im März und endet im Oktober.

Da die Zecke aber keinen Kalender hat und sich voll und ganz nach den Temperaturen richtet, können sich sowohl der Start als auch das Ende der Zeckenzeit leicht verschieben. Ist ein Winter sehr mild, sind Zecken unter Umständen auch ganzjährig unterwegs.

Erhöhter Krabbel-Alarm herrscht im Sommer an oder nach einem Regentag. Da Zecken Wärme und Feuchtigkeit lieben, sind sie an solchen Tagen ganz besonders aktiv. Im Umkehrschluss heißt das jedoch nicht, dass kühles oder trockenes Wetter sie von der Jagd nach einem geeigneten Wirt abhalten. Sie sind nur nicht ganz so emsig unterwegs.

Wie kommt die Zecke zum Wirt?

Ganz vereinfacht erklärt, reagieren Zecken auf Vibrationen, Bewegungen, Wärme und sogar auf plötzliche Veränderung der Lichtverhältnisse. Sie sind in der Lage von jetzt auf gleich aus der Ruheposition in Lauerstellung zu wechseln. Sobald der Wirt mit der Zecke in Kontakt kommt, auch wenn es nur ganz leicht und super kurz ist, hakt sie sich an ihm fest.

Es reicht also aus, wenn wir durchs Gras laufen, durchs Gebüsch klettern oder uns am Wegesrand ein Grashalm leicht streift, auf dem es sich ein hungriger Blutsauger gemütlich gemacht hat. Die Zecke greift nach allem, was sie bekommen kann und heftet sich an Kleidung oder Haaren fest. Anschließend geht sie auf Wanderschaft um dann in aller Ruhe den perfekten Einstichort zu suchen. Das kann mitunter mehrere Stunden dauern. Frei nach dem Motto: Gut Ding braucht Weile.
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Der Zeckenstich

Zugegeben, auch wir haben bisher immer nach „Zeckenbiss“ gegoogelt oder davon geredet, dass Zecken beißen. Dem ist nicht so, denn es handelt sich tatsächlich um einen Stich. Die Zecke besitzt nämlich einen sogenannten Stechrüssel und scherenartige Mundwerkzeuge. Der Stich ist absolut schmerzlos, da die Zecke beim Einstich über ihren Speichel ein Betäubungsmittel absondert. Wir bemerken es also überhaupt nicht, wenn uns eine Zecke gestochen hat.

Beim Menschen kann der Stich grundsätzlich am ganzen Körper erfolgen. Besonders beliebte Einstichstellen sind jedoch warme, gut durchblutete und dünne Hautstellen. Zeckenstiche am Haaransatz sowie im gesamten Kopf- und Halsbereich sind bei Kindern besonders häufig. Darüber hinaus sind der Intimbereich, die Achseln, die Innenseite der Arme, die Armbeugen, der Bauchnabel und die Kniekehlen häufig die Stellen, an denen der kleine Blutsauger besonders gerne zusticht.

Wird der Zeckenstich nicht bemerkt, tragen wir die Zecke über Tage hinweg bei uns. Bis zu 10 Tage kann sie am Wirt bleiben und Blut saugen. Diese Vorstellung ist offen gestanden sehr unangenehm und ekelhaft.

Warum kann ein Zeckenstich gefährlich werden?

Der Zeckenstich als solcher, ganz isoliert betrachtet, ist nicht gefährlich. Vielmehr ist es der Umstand, dass Zecken häufig Krankheitserreger in sich tragen. Diese können entweder direkt beim Stechen oder später beim Saugen übertragen werden. Bis zu 50 verschiedene Krankheiten können weltweit durch Zecken übertragen werden. Die wohl bekanntesten Krankheiten hierzulande sind die Borreliose und das FSME-Virus.

Borreliose

  • wird durch Borrelien-Bakterien übertragen
  • Infektionskrankheit die Zecken am häufigsten übertragen
  • nur von Zecken übertragbar
  • erst nach ca. 12-24h gelangen die Bakterien über das Blut in den Wirt
  • je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer das Risiko einer Übertragung
  • typisches Symptom ist die Wanderröte
  • nach mehreren Tagen bis Wochen bildet sich ringförmige Rötung um Einstichstelle (kein Muss)
  • weitere Symptome: Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Fieber
  • 100%ige Heilungschancen, wenn Krankheit frühzeitig erkannt wird
  • Behandlung erfolgt durch Antibiotika

Schutz vor Borreliose
Zeckenstiche möglichst vermeiden, Impfung ist bis heute nicht möglich

Borreliose-Risikogebiet:
flächendeckend in ganz Deutschland


FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis

  • Virus-Erkrankung
  • FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke
  • werden direkt beim Stich übertragen
  • schnelles Entfernen schützt nicht vor Infektion
  • kann jedoch verhindern, dass weitere Erreger übertragen werden
  • Krankheitsverlauf unterschiedlich
  • nicht immer werden alle Stadien durchlaufen

Stadium 1: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen
Stadium 2: Hirnhautentzündung mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit
Stadium 3: Gehirn- und Rückenmarksentzündung, kann unter Umständen zu Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen führen, psychische Veränderungen sind möglich, es können Lähmungserscheinungen am gesamten Körper auftreten, vereinzelt treten neuropsychologische Schäden auf, die langwierig oder sogar bleibend sind

  • es gibt keine Medikamente die helfen
  • lediglich Linderung der Symptome mittels fiebersenkender sowie schmerzstillender Mittel ist machbar
  • der Körper muss es selbst richten und aus eigener Kraft das Virus bekämpfen
  • regulär gilt: je älter eine Person, desto höher ist das Risiko, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen kann

Schutz vor FSME:
Zeckenstiche möglichst vermeiden, FSME-Impfung kann Gefahr einer Infektion verringern.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt allen Personen, die in FSME-Risikogebieten dauerhaft leben oder sich vorrübergehend in solchen Gebieten aufhalten (z.B. Urlauber) und deshalb mit Zecken in Kontakt kommen könnten, sich vorsorglich gegen das FSME-Virus impfen zu lassen.

Letztendlich muss es jeder für sich selbst abwägen, ob er eine Impfung für sinnvoll erachtet oder nicht.

FSME-Risikogebiete:
Jedes Jahr werden die FSME-Risikogebiete durch das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht. Für 2019 besteht laut RKI für nachfolgende Regionen in Deutschland ein erhöhtes Risiko einer FSME-Infektion:

  • Bayern und Baden-Württemberg
  • Südhessen
  • Südöstliches Thüringen
  • Sachsen
  • vereinzelte Gebiete in Mittelhessen, im Saarland und Rheinland-Pfalz
  • Landkreis Emsland in Niedersachsen (das bisher nördlichste Gebiet)

Was tun bei einem Zeckenstich?

Wichtig ist zunächst, die Ruhe zu bewahren und wohl überlegt zu handeln. Ist die Zecke sehr klein, sitzt der Stich an kritischen oder schlecht erreichbaren Körperstellen (z.B. Augenlied, Intimbereich) oder ist man generell unsicher und traut sich selber nicht, so kann jederzeit ein Arzt aufgesucht werden, der die Zecke fachmännisch entfernt. Es sollte jedoch schnellstens gehandelt werden.

Möchte man keine Zeit verlieren, so kann das Entfernen des Blutsaugers auch daheim oder unterwegs in Eigenregie vorgenommen werden. Geeignete und empfohlene Hilfsmittel sind hierbei:

  • Zeckenkarte (im Scheckkartenformat)

    Im beNoah Shop gibt es die praktische Zeckenkarte online zu kaufen. Das Benutzen der Zeckenkarte ist anschaulich auf dem Karten-Schuber erläutert und somit immer parat.

  • Zeckenpinzette oder -zange
  • Zeckenlasso
  • mit den Fingern

Die Empfehlung beim Entfernen ist immer:
Nah an der Haut ansetzen.
Langsam, ruhig und besonnen vorgehen.
Kontrolliert bleiben.


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Bei aller Vorsicht kann es dennoch passieren, dass beim Entfernen Teile der Zecke in der Einstichstelle stecken bleiben. Oftmals wird befürchtet, dass es der Kopf des Blutsaugers ist und es steigt direkt Panik auf. Es ist jedoch ein Teil des Stechapparates, von dem kein erhöhtes Risiko einer Infektion ausgeht. Dieser wird als Fremdkörper erkannt und baldmöglichst vom Körper abgestoßen.

Aufgepasst!
Beim Entfernen die Zecke möglichst nicht quetschen!

Kräftigen Ruck sowie das Drehen vermeiden!

Auf vermeintliche Hilfsmittel wie Öl, Alkohol, Benzin, Nagellackentferner oder Klebstoff unbedingt verzichten. Die Zecke wird dadurch enorm unter Stress gesetzt und gibt im Todeskampf vermehrt Bakterien oder Viren in das Blut ab! Somit absolut kontraproduktiv! 

Nach dem Zeckenstich

  • Einstichstelle mit Alkohol oder Wunddesinfektionsmittel säubern
  • zeigt sich an der Einstichstelle eine Rötung, die nach einer Weile nicht zurück geht oder sich stattdessen weiter ausbreitet, muss ein Arzt aufgesucht werden
  • verändert sich die Einstichstelle, wird z.B. dick, heiß oder schmerzhaft, ebenfalls einen Arzt aufsuchen
  • Einstichstelle sollte bis zu vier Wochen beobachtet werden
  • treten grippeähnliche Symptome wenige Tage oder Wochen nach dem Stich auf, ebenfalls bei einem Arzt vorstellig werden und ggf. Ursache abklären lassen
  • die Zecke richtig entsorgen oder in einem Behältnis aufbewahren, welches fest verschlossen werden kann. Sollten sich Tage oder Wochen nach dem Stich Symptome einer Borreliose- oder FSME-Erkrankung zeigen, kann die Zecke auf Bakterien und Viren untersucht werden

Das richtige Entsorgen einer Zecke
Der erste Impuls ist ja instinktiv, das Krabbeltier zu zertreten oder noch besser, gleich im WC oder Waschbecken für immer zu versenken. Doch da hätten wir die Rechnung ohne die Zecke gemacht, denn die ist äußerst zäh und widerstandsfähig.

Am besten gelingt das Entsorgen der sehr robusten Spinnentiere wie folgt:

  • Papier falten, Zecke hinein legen und z.B. mit dem Boden eines Wasserglases oder einer Glasflasche kraftvoll über das gefaltete Papier fahren, um sie zu zerquetschen

    Sollten trotz des zusammengefalteten Papiers Sekrete austreten und auf die Haut gelangen, unbedingt gründlich waschen und desinfizieren, denn auch ohne Stich können so gefährliche Krankheitserreger übertragen werden!

  • Klingt brutal, ist aber absolut sicher: Zecke verbrennen

  • Auch nicht zimperlich aber effektiv: Zecke in mind. 40%igen Alkohol oder in Desinfektionsmittel legen

Klein, aber oho! Spannende Fakten zu den zähen Blutsaugern

Das Entsorgen über das WC oder Waschbecken macht, wie bereits angedeutet, keinen Sinn, denn Zecken können bis zu 3 Wochen unter Wasser überleben. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie den Weg zurück findet und dann…

Wer glaubt, dass er am sichersten ist, wenn er direkt nach dem Waldspaziergang oder sonstigem Spaß im Freien seine Kleider einmal kräftig in der Waschmaschine durchwäscht und damit alles abtötet, irrt sich leider auch. Bei 40°C im Schleudergang hat das Spinnentierchen eine 100%ige Überlebenschance und übersteht diesen völlig unbeschadet.

Das Einfrieren ist auch keine zuverlässige Methode, denn bis zu 24h bei -12°C macht der Zecke überhaupt nichts aus. Schließlich schafft sie es im Winter auch über mehrere Wochen bei -15°C in ihrem Winterquartier auszuharren.

Wer versucht, eine Zecke mit dem Schuh zu zerdrücken, der stellt fest, dass das kleine Krabbelvieh auch davon meist unbeeindruckt ist und einfach weiter krabbelt. Ganz egal wie kräftig wir zustampfen. Dank des festen Schildes, ist es fast unmöglich auf diese Weise dem Blutsauger den Gar auszumachen.

Das zähe Krabbeltier kann zudem locker 1 Jahr ohne Nahrung leben. Es gibt Zeckenarten, die sogar 5 Jahre ohne Blutmahlzeit über die Runden kommen.

In Europa läuft die Zecke selbst der Mücke den Rang ab, wenn es um das Übertragen von Krankheiten geht.

Ganze 10 Tage schafft es die Zecke, sich in der Wohnung am Leben zu halten.

Wie sie in die Wohnung kommt? Über unsere Kleidung, über Haustiere wie Hunde oder Katzen, Blumensträuße aus dem Garten oder gar mit dem Tannenbaum zur Weihnachtszeit.
Merke: Ab 5°-7°C werden sie aktiv! Es kann also durchaus sein, dass sich zum Weihnachtsfest ein ungebetener Gast ebenfalls sein Festmahl holt.

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Den Zeckenstich vermeiden – aber wie? Was hilft gegen Zecken?

Oft hören wir den Rat, sich eine Zecken-Impfung zu holen. Damit ist jedoch die FSME-Impfung gemeint, welche die Gefahr einer FSME-Infektion verringern kann. Die Impfung selber hält uns die kleinen Blutsauger nicht vom Leib.

Um die Parasiten auf Abstand zu halten wird empfohlen, geeignete Kleidung im Freien zu tragen. Lange Hosen, lange Ärmel und Kopfbedeckung zählen dazu. Zusätzlich kommt oft der Rat, die Hosen in die Strümpfe zu stecken. Darüber hinaus können insektenabweisende Sprays zumindest eine Zeit lang dabei helfen, dass die kleinen Vampire kein gesteigertes Interesse an uns haben.

Helle Kleidung tragen, denn so werden die kleinen Biester schneller sichtbar.

Hohes Gras, Gebüsch und dichtes Unterholz möglichst meiden.

All das ist aber keine Garantie dafür, dass wir nicht doch einen oder mehrere Begleiter von draußen mit in die eigenen vier Wände schmuggeln.

Hilfreich ist es, die kompletten Sachen am besten in der Badewanne oder Dusche auszuziehen und dort leicht auszuschütteln. Oft fallen die kleinen Parasiten ab und sind (zumindest bei hellem Untergrund) direkt sichtbar und können wie oben beschrieben entsorgt werden. Nicht einfach wegspülen!

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ich so schon vielen Zecken den Spaß verdorben habe. Auf meinen Joggingrunden ist es fast unmöglich, den Kontakt mit Gras zu vermeiden. Insbesondere nach Waldläufen im Sommer finden sich fast immer ein oder mehrere Tierchen in meiner Kleidung.

Es wird zudem empfohlen, Kinder und sich selbst mehrmals am Tag abzusuchen, um mögliche Blutsauger zeitnah zu entdecken und falls der Stich schon erfolgt ist, sie schnellstens zu entfernen.

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Unser F A Z I T :
Panik und Hysterie sind wie so oft nicht wirklich hilfreich. Der Beste Weg ist wohl, dass Ganze mit Abstand und Ruhe zu betrachten. Gemeinsam kann man für sich selbst und seine Familie entscheiden, was an Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden soll. Nicht jeder mag bei 30°C im Schatten mit langen Sachen herum laufen. Impfungen sind sowieso ein sehr individuelles und persönliches Thema und auch die Benutzung von Insektensprays ist nicht unbedingt jedermanns Sache.

Für den Fall der Fälle ist es zumindest sehr beruhigend, eine Zeckenkarte oder ein anderes Hilfsmittel griffbereit zu wissen, so dass man dem kleinen Untier schnell zu Leibe rücken kann.

Auch hier können wir aus Erfahrung sprechen – wir konnten selbst sehr kleine Zecken ganz leicht und vollständig entfernen und hatten die Zeckenkarte bis heute ca. 4-5x erfolgreich im Einsatz.

Wenn man also ein paar Dinge berücksichtigt, aufmerksam bleibt und sich nicht verrückt machen lässt, bleiben Freizeitaktivitäten im Freien weiterhin ein Genuss!


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Heike Adelsbach